top of page
  • 21. März
  • 2 Min. Lesezeit

Exkursion Amphibienwanderung Schlossweiher

Samstag, 21. März 2026

 

Wenn man eine Exkursion verschiebt aus Wettergründen, ist die Hoffnung auf besseres Wetter beim zweiten Datum gross.

Weil aber auch beim zweiten angesetzten Datum das Wetter nicht dem entspricht, was Amphibien für ihre Wanderung brauchen, dürfen die gut 20 Teilnehmenden an diesem Samstagvormittag nicht mit vielen Tieren rechnen.



Regnerisch, nass, mild: In solchen Nächten wandern tausende Frühlaicher wie Wasserfrösche und Erdkröten sowie viele Molche in den Monaten Februar und März zum Weiher zum Ablaichen. Es war aber eine trockene kühle Nacht auf den Samstag. Wir finden nur eine einzige Erdkröte und einen einzigen Teichmolch in den Fanggefässen der Hinwandersperre. Für die anwesenden Kinder schon Anlass genug, um sich zu freuen, die Tiere zu berühren, zu tragen und am Schluss in den Weiher zu entlassen.

Aus einer Röhre befreien wir einen Käfer: Google weiss Bescheid: ein Hainlaufkäfer, schön bronzefarben und mit langen Fühlern.

Am Weiher finden wir dann viele Laichballen der Grasfrösche und zwischen den Schilfhalmen auch Laichschnüre der Erdkröten. Molche legen die Eier einzeln an Blättern ab. Diese sind nicht zu finden am Ufer.

Mit einem Eimer schöpfen wir einen Laichballen heraus, damit wir ihn berühren und genau anschauen können.



Froschlaich besteht aus einer grossen Menge von Eiern, die in einer gallertartigen Masse eingebettet sind. Die äussere klare Glibberschicht aus Eiweiss schützt die darin liegenden dunklen Embryonen vor Feinden und vor dem Austrocknen und ist gleichzeitig Nahrung für die ersten Tage.

Schnell haben die Kinder die Kunststoffmodelle sortiert. Sie wissen, dass sich Kaulquappen aus den Eiern entwickeln, dass sich zuerst die Hinterbeine bilden, dann die Vorderbeine, dass dann langsam der Schwanz verschwindet und sich das Fröschchen auf den Weg zum Landlebensraum aufmacht.

Wir folgen dann dem Wanderweg nach Goldach und fragen uns, warum dafür eine grosse Schneise durchs Brandholz geschlagen wurde und somit wieder ein kleines Stück unberührte Natur zerschnitten ist. Begleitet werden wir vom Gesang von Rotkehlchen, Singdrossel, Amsel, Kohl- und Blaumeise, Zilpzalp, Buchfink und dem Hämmern des Buntspechts. Kurz vor der Blumenegg beobachten wir Haubenmeise und Tannenmeise, hören die Gebirgsstelze rufen, sehen sie leider zu kurz am Ufer der Goldach mit dem langen Schwanz wippen. Ein Kolkrabe ruft und fliegt zu seinem Nest hoch oben auf dem Brückenpfeiler des Autobahnviadukts. Jedes Jahr brütet dort ein Paar seine Eier aus. Gespannt sind wir, ob die Alpensegler, die letztes Jahr zum ersten Mal zwischen den Fahrspuren der Autobahn entdeckt wurden, wieder an diesen Ort zurückkommen.

Beim kleinen Schulbiotop beim SBB Viadukt entdecken wir ebenfalls einige Laichballen.

 

Hier ist auch gleichzeitig der Schluss einer abwechslungsreichen Frühlingsexkursion.

 

Joe Bischof

 
 
 

1 Kommentar


buechberg
22. März

Der Fotograf macht den Unterschied!!

Danke für die vielen guten Bilder!👍

Gefällt mir
bottom of page