- 15. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Eisvogel - Vogel des Jahres 2026 - Ein spannender erfreulicher Abend

Es ist bereits Tradition, dass wir dem Vogel des Jahres von BirdLife Schweiz einen Vortragsabend widmen. Und ebenso traditionell ist die Tatsache, dass uns Tom Bischof diesen Vogel mit faszinierenden Bildern vorstellt.
Der Eisvogel ist als klarer Favorit in die Abstimmung gestartet. Obwohl er der Liebling wohl aller Birder ist, hat er nur ganz knapp die Wahl vor der Wasseramsel gewonnen. Weiter zur Wahl standen der Flussregenpfeifer, die Gebirgsstelze und die Uferschwalbe
Alle diese Vögel sind angewiesen auf intakte Lebensräume an Fliessgewässern.
Wie schön ist denn das: Die Aula füllt sich immer mehr und wir müssen mit zusätzlichen Stühlen nachhelfen. Gross ist das Interesse! Ein erfreuliches Zeichen, dass sich immer mehr Leute für die Vogelwelt und damit auch für die Natur interessieren. Wir erkennen viele Vereinsmitglieder von BirdLife Goldach, aber auch Vertreter vom Naturschutzverein am Alten Rhein, von der Meise Arbon und einige zugewandte Unbekannte.
Tom erzählt viel Spannendes von diesem kleinen Schillervogel. Die Zeit verfliegt wie im Nu. Wir erfahren, wo er lebt, wo zur Brutzeit und wo vor allem im Winter. Wir hören, wie er seine Bruthöhle baut, wie viele Jungen er aufzieht, wie sich die Jungen wie im Karussell drehen in der Bruthöhle, damit alle zu ihrem Futter kommen. Nun kennen wir auch seinen schrillen Pfiff und werden nächstes Mal am See bestimmt auch hören, wenn er an uns vorbeiflitzt. Ein über das Wasser jagender Eisvogel ist schön auf Ron Kuratlis Foto zu sehen. Seine Farben spiegeln sich auf der Wasseroberfläche.
Sitzwarten sind wichtig für den Eisvogel. Von dort späht er ins Wasser und sticht dann senkrecht ins Wasser, um Fische und anderes Kleintier zu erbeuten. Fischlein verschluckt er kopfvoran hinunter. Trägt er einen Fisch aber umgekehrt im Schnabel, so wird das ein Brautgeschenk oder er verfüttert ihn einem Jungen.
Zur Paarbildung dienen Rituale. Diese sind wichtig, damit die sonst einzelgängerisch lebenden Vögel eine Bindung zur Aufzucht ihrer Jungen eingehen können. Dabei spielen sich eindrückliche Szenen ab. Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache.
Weibchen haben einen roten Unterschnabel und unterscheiden sich dadurch von den Männchen. Die Schnäbel der Jungtiere sind anfangs noch etwas kürzer und wachsen erst allmählich auf die endgültige Grösse an.
Nun freuen wir uns alle auf die nächste Begegnung in der Natur mit dem Eisvogel. Der Respekt gegenüber dem Vogel ist durch diesen Vortrag bestimmt bei allen gewachsen. Hoffen wir, dass wir es schaffen, auch weiterhin für genügend passende Lebensräume zu sorgen und Lebensräume an Flüssen zu erhalten, aufzuwerten, wo es möglich ist und unnötige Störungen zu vermeiden. Herzlichen Dank an Tom für die kompetente Präsentation.
Beim anschliessenden Apero wird fleissig diskutiert und geplaudert.
Joe Bischof
Die Kollekte für die «Stiftung pro Artenvielfalt» erbringt einen erfreulichen Betrag, den wir gerne überweisen und so einen Beitrag zur Erhaltung der Vogelwelt leisten können.
Untenstehend das Dankeschreiben der Stiftung pro Artenvielfalt














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