Ferienspass am See - Tageskurs «Erlebnis Vogelwelt»
01. Oktober 2026
Leitung Guido Bischofberger, Joe Bischof
Was ist «Ferienspass am See» eigentlich?
So beschreiben es die Organisatoren:
Der Raiffeisen Ferienspass am See besteht aus Mitgliedern der Gemeinden Goldach, Rorschach, Rorschacherberg, Tübach und Untereggen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Kindern während den Herbstferien ein tolles Programm zusammenzustellen, damit auch für alle die hierbleiben, die Ferien zum Erlebnis in unserer Region werden!

Seit vier Jahren sind auch wir, BirdLife Goldach, dabei und jedes Jahr sind wir uns einig: Das machen wir nächstes Jahr wieder, hat Spass gemacht, war interessant, lässt staunen und verbreitet Freude! Kinder können ja noch so wunderbar staunen und sich über Vögel aller Art freuen.
Der Bus steht beim Rathaus parat. Schnell sind die Feldstecher verteilt und angepasst. Wir können sie in der Mediathek der PH in Rorschach ausleihen. Top Geräte und tolle Unterlagen dazu vorhanden!
Schon auf der Fahrt nach Altenrhein wird gefachsimpelt: Finden wir auch Mauersegler? Wo sind die denn hin? Zeigt sich der Eisvogel wieder? Warum hats im See wenig Wasser? Stört das die Vögel? Da eine Amsel und dort Krähen! Wir sind bereits im Birdwatching Modus.
Kaum aus dem Bus gestiegen, geht die Suche weiter: Hausrotschwanz und Sperlinge auf dem Dach. Sind es Haus- oder Feldsperlinge? Blöd, der Zilpzalp hüpft ständig herum, das Rotkehlchen hält eine Weile still, den Grünfink auf dem Baum können nicht alle sehen. Es stinkt, jemand ist in einen Hundekot getreten. Scheusslich!
Auf dem Weg zum Rheinspitz kommen wir nur langsam vorwärts. Von der Aussichtsplattform ists schwierig: alles weit weg und kaum Entenvielfalt. Die Laguna ist fast trocken, die Zwergtaucher sind nur kleine Punkte und vom Eisvogel fehlt jede Spur! Die Teichhühner sind lange gut zu beobachten im nahen Weiher hinter den Booten und wieder sitzen Zilpzalp und Rotkehlchen nahe am Wasser.
Beim Piratenschiff in Steinach machen wir Mittagshalt: Wir beobachten die Sperlinge, wie sie die Grashalme abpicken. Es bräuchte so wenig und Vögel hätten Futter, wenn nur nicht jedes Ecklein sauber getrimmt wäre!
In der Arboner Bucht sind dann endlich die Enten zu finden: Pfeif-, Löffel-, Stock-, Reiher-, Krick-, Schnatter-, Kolbenenten! Schwäne sind nicht zu zählen, es sind zu viele! Was haben die Bekassinen nur für lange Schnäbel! Der Eisvogel saust unter der Brücke durch, einige sehen ihn, die anderen sehnen sich nach ihm. Er aber lässt sich nicht mehr blicken! Mist!!
Zum Dessert, nach dem Glace beim Bahnhof, geht’s zum Seemoosriet: Jetzt überschlagen sich die Entdeckungen. So viele Limikolen, dass die Neulinge überfordert sind. Aber sie vergessen es nie mehr: Die Vogelvielfalt ist unglaublich und wenn Guido und Joe so staunen und ihre Augen so glänzen, ist es sicher was Besonderes. Für die meisten Kinder ist der Graubruststrandläufer, unter Ornis eine sensationelle Beobachtung, einfach ein neuer Vogel wie es der Grünfink heute Morgen auch war. Für Guido gibt’s sogar eine Schweizer Erstbeobachtung: der Kiebitzregenpfeifer.
Was solls, die Freude ist geweckt bei den Kindern und sicher gibt’s heute Abend viel zu erzählen zu Hause!
Am Schluss vom Tag kommen wir auf 44 Vogelarten. Beim Bird Race hätte das doch einen gehörigen Batzen in die Kasse gespült!
Joe Bischof, Oktober 2026




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