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15. Juni
2 Min. Lesezeit

Neophytenbekämpfung am Schlossweiher 6. Mai 2026

 

Drüsiges Springkraut

Wikipedia schreibt:

«Das Drüsige Springkraut wird in Europa als invasiver Neophyt bekämpft und als Bedrohung für andere Pflanzenarten betrachtet. Es ist eine einjährige Pflanze und wird bis über 2 Meter hoch mit dicken Stängeln.»

 

Einjährige Pflanzen kann man bekämpfen, indem man sie vor dem Blühen und Aussämen mitsamt den Wurzeln aus dem Boden reisst.

Wenn 8 Leute während drei Stunden fleissig Pflanzen zupfen, kommen etwa 200 kg Biomasse zusammen.

So geschehen am Schlossweiher am Samstagmorgen. Wir sind nur mit je einem 110 Liter Abfallsack ausgerüstet, kennen aber das Ziel genau:

Es sollen alle Drüsigen Springkräuter verschwinden, die sich langsam auf der Südseite des Schlossweihers in Untereggen ausbreiten möchten. Die Dinger sind einfach zu finden: Ihre Stängel sind zum Teil fast 2 cm dick und die Pflanzen bereits einen Meter hoch. Noch blühen sie nicht. So wär’s einfach!



Aber bei genauem Hinsehen entdecken wir zum Teil ganz kleine Pflänzchen, die eigentlich auch ausgezupft werden müssen. So beginnt die etwas mühsamere Kleinarbeit. Aber die Säcke füllen sich und bis zur verdienten Kaffeepause sind die einen bereits so schwer, dass sie nicht einfach zur Sammelstelle zu schleppen sind.

Elvira Eugster offeriert uns Köstlichkeiten aus dem Hoflädeli, vielen Dank! Gestärkt geht’s in die zweite Runde.

Auf dem Weg zum Arbeitsbeginn entdecken wir die Biberspur aus dem Wasser in die Wiese. Sie beweist, dass der Biber am Weiher aktiv ist. Sehen können wir ihn nicht. Zu unserer Überraschung hören wir zweimal deutlich den Pirol rufen. Er ist ein typischer Bewohner der Auenwälder. Dass er sich zur Brutzeit bemerkbar macht, lässt uns aufhorchen! Erscheint er hier als neuer Brutvogel? Wäre toll!!

Die zweite Fläche, wo sich das Springkraut ausbreitet, ist zum Glück kleiner und so haben wir schnell alles abgeräumt und verstaut.

 

Wir sind uns einig: Wir sind rechtzeitig aufgetaucht, haben eine gründliche Arbeit abgeliefert und die Springkräuter, das sich vor uns verstecken konnten, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch ausmerzen. Wir geben nicht auf!

 

Mit so viel Frauenpower wie an diesem Samstagmorgen wurde gute Arbeit geleistet. Wir zwei Männer fühlten uns wohl in der Runde!

 

Juni 2026, Joe Bischof

 
 
 

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