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Vögel rund um Goldach - Exkursion Goldachertobel 02. Mai 2026

 

Eine Dutzendschaft macht sich am Samstagmorgen früh auf den Weg. Das Postauto bringt uns nach Untereggen Hinterhof, wo unsere Exkursion startet.

 


Gleich zu Beginn werden wir vom Vogelgesang empfangen. Am Morgen früh ist der Gesang doch schon am intensivsten und ein früher Start lohnt sich. Die Mönchsgrasmücke, die Amsel, die Singdrossel, der Zaunkönig und das Rotkehlchen: Das sind die fleissigsten und häufigsten Sänger auf dem Weg durch den Wald zur Goldach hinunter. Auch die Tannenmeisen sind zu hören, mal eine Sumpfmeise, eine Kohlmeise. Eine Haubenmeise meldet sich nicht. Wer gute Ohren hat, hört die Goldhähnchen und den Grauschnäpper. Der Weg ist gesäumt von Brombeerstauden, die alles überwuchern und aus unserer Sicht ein Problem für viele einheimische Pflanzenarten darstellen. Sobald es keine Brombeeren hat, tauchen Blumen auf, die uns auf unserem Weg immer mehr zu interessieren beginnen. Unter den Teilnehmenden hat es Kenner der Pflanzenwelt und so wird’s spannend. Vielblütiger Salomonssiegel, Rote Lichtnelken, Waldmeister und blühender Bärlauch, Farne …. Wir entdecken alles Mögliche.

 

Auf der Lichtung unterhalb des Unteren Hospert machen wir Znünihalt. Von hier haben wir einen schönen Überblick übers Goldachtobel. Da und dort zeigen sich ziehende Vögel: Bussarde kreisen, Rotmilane steigen hoch, immer wieder fliegen Ringeltauben vorüber. Auch Singdrosseln sitzen auf ihren Warten und singen ihre Strophen in den blauen Himmel. Plötzlich hört jemand den Flugruf des Schwarzspechts. Dann ertönt sein flötender Ruf, wenn er am Baum sitzt. Wir warten gespannt. Tatsächlich fliegt er kurz danach vor uns vorüber, verschwindet im Blättermeer und ruft nochmals kräftig. Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen.



Wir setzen unseren Weg fort via Hängebrücke und Blumenegg nach Goldach. Von der Brücke bei der Lochmüli schauen wir lange den Gebirgstelzen zu: Ein eleganter Vogel mit der gelben Färbung und dem langen Schwanz. Im Anstieg entdecken wir eine ganz besondere Blume am Wegesrand: Ein brauner Storchenschnabel. Für einige von uns eine Neuentdeckung. Bei den Tümpeln halten wir Ausschau nach Gelbbauchunken. Wir finden zwar zwei, die Tümpel haben aber wenig Wasser, einer ist sogar ganz trocken: schlecht für die Amphibien. Beim Autobahnviadukt wird’s nochmals spannend: Die Alpensegler fliegen, die Kolkraben füttern ihre Jungen, die bereits kurz vor dem Ausfliegen sind und oben auf einem Pfeiler sitzt ein Turmfalke. Wir fragen uns, ob der wohl den Alpenseglern auflauert?

 

Fazit: Es gibt auch in nächster Umgebung immer spannendes zu entdecken: Vögel, Pflanzen oder Amphibien. Uns hat die Morgen gefallen.

 

Mai 2026. Joe Bischof

 
 
 

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