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Der frühe Vogel fährt Fahrrad: Unsere 11-Stunden-Expedition ins Rheindelta - 01. Mai 2026

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz der Ornithologie: Vögel kennen kein Ausschlafen. Also hieß es für 7 Vereinsmitglieder an diesem Morgen: Abfahrt um 6:00 Uhr in Goldach. Wer um diese Uhrzeit freiwillig auf einen Fahrradsattel steigt, muss sein Hobby wirklich lieben!
Der Morgen begrüßte uns zwar mit klarem Himmel, aber auch mit Temperaturen, bei denen man die Vögel fast um ihr wärmendes Federkleid beneidet hätte. Mit klammen Fingern, aber hochmotiviert, traten wir in die Pedale. Unsere Route führte uns am Ufer des Bodensees entlang, weiter zum Alten Rhein, über den Rheinspitz und durch das Rheinholz bis tief ins Rheindelta.
Je weiter wir fuhren, desto mehr hatte die Sonne Erbarmen mit uns. Die morgendliche Kälte wich einem absolut herrlichen Frühlingswetter, das nicht nur uns, sondern offensichtlich auch die gesamte Vogelwelt in Höchststimmung versetzte.
Und die Ausbeute konnte sich sehen (und hören) lassen: Sagenhafte 92 Vogelarten haben wir auf unserer Tour registriert! Wobei an dieser Stelle fairerweise erwähnt werden muss, dass "gehört" in der Vogelbeobachtung genauso viel zählt wie "gesehen" – man muss ja nicht jeden piepsenden Solisten persönlich per Handschlag begrüßen.
Nach so viel konzentrierter Naturbeobachtung und strammem Radeln meldete sich pünktlich um 10:00 Uhr der Magen. In Gaissau fanden wir ein lauschiges Plätzchen für unser wohlverdientes Znüni. Bei Kaffee und Kuchen wurden die verbrauchten Kalorien für die Weiterfahrt fachgerecht wieder aufgefüllt.
Was diese Tour aber wirklich besonders machte, war die Truppe selbst: 7 interessierte, überaus unterhaltsame und vor allem unglaublich ausdauernde Teilnehmer. Wer satte 11 Stunden (!) auf dem Fahrrad und mit dem Fernglas vor den Augen verbringt, ohne den Humor zu verlieren, der hat wahrlich Sitzfleisch aus Stahl und das Prädikat "Vogelbeobachter der Extraklasse" verdient.
Fazit: Es war lang, es war anfangs kalt, aber es war vor allem ein fantastischer Tag voller Lacher, toller Naturbeobachtungen und bester Gesellschaft. Nächstes Jahr wieder – vielleicht lassen sich die Vögel ja überreden, erst um 7:00 Uhr aufzustehen?
Artenliste:
Amsel
Türkentaube
Kohlmeise
Rabenkrähe
Rotkehlchen
Hausrotschwanz
Blaumeise
Elster
Teichhuhn
Star
Zwergtaucher
Zilpzalp
Distelfink
Mönchsgrasmücke
Mauersegler
Graureiher
Grünfink
Haubentaucher
Mittelmeermöwe
Blässhuhn
Buchfink
Buntspecht
Grauschnäpper
Strassentaube
Eisvogel
Flussuferläufer
Höckerschwan
Kolbenente
Kormoran
Stockente
Gartenbaumläufer
Gänsesäger
Graugans
Bachstelze
Steinschmätzer
Girlitz
Schwarzmilan
Sumpfrohrsänger
Purpurreiher
Schwanzmeise
Gartengrasmücke
Kuckuck
Feldsperling
Kleiber
Fitis
Lachmöwe
Haussperling
Rotmilan
Rauchschwalbe
Grossbrachvogel
Rohrammer
Pirol
Grünspecht
Weissstorch
Braunkehlchen
Flussseeschwalbe
Grünschenkel
Krickente
Sumpfmeise
Singdrossel
Zaunkönig
Nilgans
Ringeltaube
Sommergoldhähnchen
Gelbspötter
Waldlaubsänger
Kampfläufer
Bruchwasserläufer
Flussregenpfeifer
Schwarzspecht
Drosselrohrsänger
Eichelhäher
Schwarzkehlchen
Schafstelze
Mäusebussard
Säbelschnäbler
Schnatterente
Kiebitz
Teichrohrsänger
Silberreiher
Klappergrasmücke
Reiherente
Tafelente
Mehlschwalbe
Wacholderdrossel
Schwarzkopfmöwe
Uferschnepfe
Brandgans
Trauerseeschwalbe
Rostgans (auf dem Nachhauseweg mit Margrit)
Raubseeschwalbe (auf dem Nachhauseweg mit Margrit)
Stelzenläufer (auf dem Nachhauseweg mit Margrit)




























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