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Exkursion Hudelmoos - Samstag, 20. Juni 2026

 

Wir starten als kleine Gruppe beim Schloss Hagenwil. Bei drückender Hitze scheint die Lust auf eine interessante Führung gering. Altersdurchmischter könnten wir nicht sein: Von knapp einem Jahr bis in die 70er ist alles vertreten.

Ein heisser Sommertag ist angesagt. Gemütlich machen wir uns auf den Weg Richtung Moor. Wir staunen auf dem Weg durchs Landwirtschaftsgebiet: Einige interessante Aufwertungsmassnahmen zeugen vom guten Willen der ansässigen Landwirte: mehrere Asthaufen, gestaffelter Schnitt der Biodiversitätsförderflächen, Hochstammobstgärten, Hecken mit Krautsaum, Trockensteinmauern. Wir freuen uns, hoffen dass die Vernetzung genügend ist, um die Tiere der Zielarten auch ins Gebiet zu locken. Gartenrotschwänze entdecken wir keine.

Auf den Sitzstangen sitzen Greifvögel und halten nach Mäusen Ausschau: Schwarzmilan, Rotmilan, Turmfalke und später kreist sogar ein Wespenbussard über unseren Köpfen.

Hudelmoos-Gebietsbetreuer Stephan Steger kommt uns entgegen, im Schatten des Waldes startet er mit der kompetenten Führung durchs Gebiet.



Wir sind beeindruckt und staunen über die klaren Ziele der Aufwertung dieser Naturperle. Im Verlaufe der letzten 20 Jahre hat man dafür gesorgt, dass aus dem Nadelwald ein lockerer Mischwald entstanden ist. Durch Zurückhaltung des Wassers im Moos mittels hölzernen Stauwänden ist es gelungen, den Boden feuchter zu halten und den Aufbau des Flachmoors zu fördern.

Wir machen viele spannende Beobachtungen auf dem Rundweg im Hudelmoos. Unzählige Libellen umkreisen uns, wir hören Wasserfrösche quaken. Vögel singen besonders in den Waldpartien. Wir entdecken eine Schwarzspechthöhle. Der Schwarzspecht macht mit seinem Ruf auf sich aufmerksam und zeigt sich kurze Zeit später mit einem Jungen bei der Futtersuche. Was für ein Highlight!

Der Moorboden wächst in einem Jahr um einen Millimeter. Es braucht also tausend Jahre, bis eine 1 Meter hohe Schicht gewachsen ist. Stephan zeigt uns, wie das Moos wächst und alles unter sich begräbt, was am Boden liegt.

Zum Zmittag gönnen wir uns eine gemütliche Pause bei einer Feuerstelle, bräteln Würste und unterhalten uns angeregt. Der Rückweg in der brütenden Sonne bleibt uns aber nicht erspart. Es ist grenzwertig, mehr als 30 Grad heiss. Tobias sorgt für die Rettung: Kurzentschlossen kauft er im Hofladen einen 10 Liter Bidon und verteilt grosszügig.

Danke Tobias und allen, die sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten.

Besonderen Dank gebührt Stephan Steger. Sehr interessant war seine Führung und grossartig, wie seine Schutz- und Aufwertungsbemühungen greifen und das Hudelmoos als Naturschutzgebiet und Naherholungsgebiet besteht!

 

Joe Bischof

 
 
 

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